Stressmanagement

Stress, Stress, ich bin gestresst – jeder sagt es, jeder kennt es, doch kaum einer weiß, wie damit umzugehen ist.

Hier nur ein kurzer Überblick.

Bereits 1956 entwickelte der kanadische Arzt für experimentelle Medizin Hans Selye die Stress- Konzeption.

Stress, aus dem Englischen kommend, bedeutet Druck. So fühlt man sich auch, niedergedrückt und zerquetscht, als befände man sich zwischen den Backen eines Schraubstocks. Stress bezeichnet die unspezifische Anpassung des Organismus an jede Anforderung einer äußerlichen oder innerlichen Bedrohung und deren Abwehr. Stress stellt demnach einen Konflikt mit der Umwelt, im biopsychosozialen Umfeld dar.

Jede ungewohnte Veränderung bewirkt Stress. Dieser kann je nach Typus als positiv (Eu-Stress) empfunden werden oder negativ (Dis-Stress, o. Di-Stress).

Beim Eu- Stress ( griech.= gut) findet eine notwenige Aktivierung des Organismus in Form einer günstigen Belastung statt, die den Menschen zu der Nutzung seiner Ressourcen führt.

Als positiv empfinden viele Reisen, gemeinsame Erlebnisse, neue Aufgaben, Abenteuer, Sport, Sex oder anderes. Als negativ äußern sich dagegen ungewollte Veränderungen im Leben, denn beim Dis- Stress (griech.=schlecht) erfolgt ein schädigendes Übermaß an Anforderungen für den Organismus. Dis-Stress ist ein unkontrollierter Stress durch den die betreffende Person Energie verliert und die Nerven strapaziert werden. Hervorgerufen werden kann Dis-Stress durch die unterschiedlichsten Gegebenheiten wie Ärger, Verluste, Arbeitsplatzwechsel, Existenzängste, Hunger, Wassermangel, Lichtmangel, Zeitdruck, Ängste aller Art, Einsamkeit, Ungerechtigkeit und, und, und.

Dis-Stress kann sich äußern in Schweißausbruch, Herzklopfen, Durchblutungsstörungen, Unruhe, Niedergeschlagenheit, Nervosität, Aggression, Konzentrationsschwäche, Depressionen, Bluthochdruck, Magengeschwüren, Durchfall oder Verstopfung, in Potenzstörungen, Frigidität und letztendlich im Burnout, einem völligen Zusammenbruch oder im Herzinfarkt.

Das Problem beim Stress allgemein ist, dass viel Energie freigesetzt wird, um diese, wie es in Vorzeiten war, dazu zu nutzen, einer Gefahr begegnen oder entkommen zu können. Es folgte also eine körperliche Tätigkeit, durch die die bereitgestellte Energie (z.B. Cholesterin) wieder abgebaut wurde. Heute erfolgt bei Stress aber keine körperliche Leistung, die Energie bleibt also z.B. in Form von Cholesterin im Blutkreislauf und belastet diesen ebenso wie erhöhte Adrenalin- und Noradrenalinspiegel, die den Blutkreislauf beeinflussen. Vielen Menschen hilft es daher Sport zu treiben, wenn sie gestresst sind, um eben angehäufte Energie abzubauen. Ein Satz zum Cholesterin. Niemand braucht sich zu wundern, wenn beim Arzt seine Cholesterinwerte zu hoch sind, denn man geht ja schon mit mulmigen Gefühl zur Untersuchung und hat Angst, die Werte könnten zu hoch sein. Das sind sie dann auch.

Was tun?

  1. Stressanzeichen und Ursachen früh erkennen und analysieren.
  2. Ursachen möglichst abstellen. In vielen Fällen klappt das, weil man die eigentliche Ursache nicht erkannte. Sie lachen vielleicht, aber bereits ein unaufgeräumter Schreibtisch kann Stress auslösen. Räumen sie ihn einfach auf. 😉
  3. Drei Säulen nach Wolfgang Stehling wie man mit Stress umgeht: Konzentration, Ziele setzen, Gelassenheit (leicht gesagt).
  4. Ein erfahrener Zen- Mönch wird gefragt: „Viel beschäftigt bist du, doch allzeit gesammelt. Was ist das Geheimnis?“ Dieser antwortete: „Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich laufe, dann laufe ich.“ Setzen Sie also nicht den zweiten Schritt vor den ersten und denken nicht immer an morgen oder ein kommendes Ereignis.

Dies sind nur kleine Hinweise als Anregung. Wenn Sie mehr wissen wollen, buchen sie bei uns ein Workshop für ihr Team oder einen Vortrag.

A.G.

Siehe auch:

Keep cool – Konfliktmanagement