Der Einfluss des Humanismus auf unsere Gesellschaft

 

Humanismus – das Streben nach Menschlichkeit

Der Begriff Humanismus bedeutet sinngemäß das Streben nach Humanität, also nach Menschlichkeit, Freiheit und Gleichheit (Liberté, Ègalité, Fraternité). Die Persönlichkeitsbildung eines jeden beinhaltet Toleranz und Respekt anderen Menschen gegenüber.

Aus diesen Gedanken heraus entstanden die Déclaration des droits de l’homme et du citoyen  von 1789 (26. August 1789), die als fundamentaler Text der Französischen Revolution gelten.

Später wurde daraus „Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, die von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 beschlossen wurde.

Nach Niethammers Schrift „Der Streit des Philanthropinismus und Humanismus in der Theorie des Erziehungs-Unterrichts unserer Zeit“ von 1808 hat der von den Griechen thematisierte Logos den Menschen über seine rohe Natur hinaus zum Geistigen geführt. Erst damit wurde seine wahre Menschlichkeit begründet. Der Logos, der sich in Jesus Christus inkarniert habe (Joh 1,14 EU), sei zugleich das Urprinzip menschlicher Bildung.

Humanistische Bildung soll den Menschen befähigen, seine wahre Bestimmung zu erkennen und durch Nachahmung klassischer Vorbilder ein ideales Menschentum zu verwirklichen.

Eine Verbesserung der Bedingungen auf der Welt ist im wesentlichen nicht von wissenschaftlicher Kenntnis, sondern vielmehr von der Erfüllung humaner Traditionen und Ideale abhängig. (Albert Einstein)

Europa muss, seinem Erbe getreu, einen neuen Humanismus verkörpern, als Hort der Menschenwürde und der sozialen Gerechtigkeit. (Richard von Weizsäcker)

Eine humanistische Gesinnung dient als kausales und wirksames Therapieverfahren gegen Korruption, Abzockerei und wuchernden Egoismus. (Andreas Gruss)

 

Grundwerte des heutigen Humanismus

sind die Menschenrechte gemäß der Erklärung der UNO❗

insbesondere:

– Die Würde des Menschen ist unantastbar
– Gleichheit alle Menschen
– Gerechtigkeit
– Freiheitsstreben
– Aufrechterhaltung ethischer Werte
– Toleranz, deren Grenzen dort auftreten, wo Intoleranz beginnt und die Menschenrechte
verletzt werden
– Demokratie
– Solidarität
– Gleichberechtigung der Geschlechter
– Recht und Pflicht der Menschen zur Selbstbestimmung
– Ablehnung von Dogmatismus
– Anerkennung der Begrenztheit unseres Wissens
– Bewahrung natürlicher Lebensgrundlagen
– Minimierung von Leid